„Bedarfsgerechtes Wohnen“ in Bonn

Kurzdarstellung der Aktivität

In Bonn fehlt es an bezahlbaren barrierefreien bzw. barrierearmen Mietwohnungen und Häusern. Menschen mit Behinderung oder Seniorinnen und Senioren sind hiervon besonders betroffen.

Aus diesem Grund hat der Projektbeirat „Behindertenpolitischer Teilhabeplan“ empfohlen, eine befristete Projektstelle zur Konzeption und Durchführung einer inklusiven Wohnraumraumversorgung beim Amt für Soziales und Wohnen der Bundesstadt Bonn einzurichten. Die Projektstelle „Bedarfsgerechtes Wohnen“ hat am 18.11.2014 ihre Arbeit aufgenommen.

Dem Bedürfnis nach einer selbstbestimmten und weitestgehend unabhängigen Lebensführung kann in einer Wohnung, die nicht bedarfsgerecht gestaltet ist, nicht genügend nachgekommen werden. Ist die Wohnung barrierefrei gestaltet, besteht die Möglichkeit – auch bis ins hohe Alter – selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können.

Ziel der Beratung ist es, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und Seniorinnen und Senioren zu verbessern. Ambulante soll stationärer Hilfe vorgezogen werden, so dass Menschen mit Unterstützungsbedarf ihren Platz mitten im (inklusiven) Gemeinwesen finden.

Die Projektstelle ermittelt den Bedarf an Wohnraum und Unterstützung und vermittelt bei Bedarf geeignete Wohnungen. In Zusammenarbeit mit der Wohnberatung der Bonner Altenhilfe kann bei notwendigen Umbaumaßnahmen eine kostenlose Wohnberatung erfolgen. Zudem bietet die Projektstelle bei Bedarf Unterstützung bei der gesamten Organisation des Umzugs sowie der Klärung von Finanzierungsmöglichkeiten und deren Umsetzung. 

Gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll mehr Problembewusstsein für den Bedarf an bezahlbarem barrierefreien Wohnraum schaffen, um Eigentümerinnen und Eigentümer für den Bedarf zu sensibilisieren und dies bei Um- oder Neubauten zu berücksichtigen.

Die Akquise von Wohnraum im Bonner Stadtgebiet und die Entwicklung von Instrumenten zur Beteiligung von Vermieterinnen und Vermieter an der Bereitstellung von Wohnraum gehört ebenfalls zu den grundlegenden Aufgaben der Projektstelle „Bedarfsgerechtes Wohnen“.

Die Projektstelle „Bedarfsgerechtes Wohnen“ initiiert darüber hinaus Runde Tische zum Thema „Bedarfsgerechtes Wohnen“ und plant weitere Veranstaltungen zur Vernetzung von Vertreterinnen und Vertreter der Wohnungswirtschaft, dem Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg e.V., den Akteurinnen und Akteure der Behinderten- und Altenarbeit, den politischen Gremien sowie den städtischen Vertreterinnen und Vertreter des Fachbereiches Wohnen, der Behinderten- und Altenarbeit, der Kontaktstelle Innovative Wohnformen, der Wohnungsbauförderung, des Bauordnungsamtes sowie des Stadtplanungsamtes. 

Das Projekt „Bedarfsgerechtes Wohnen“ der Bundesstadt Bonn trägt im Sinne UN-Behindertenrechtskonvention zur unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft von Menschen mit Behinderung (Art. 19 UN-BRK) bei. Darüber hinaus wird sich mit dem Projekt auch der Persönlichen Mobilität (Art. 20 UN-BRK) und Achtung der Wohnung und der Familie (Art. 23 UN-BRK) angenähert. Auch Bewusstseinsbildung (Art. 8 UN-BRK) und Zugänglichkeit (Art. 9 UN-BRK) spielen eine Rolle in diesem Projekt.

Allgemeine Informationen und Materialien

    Internetseite der Projektstelle: https://www.bonn.de/@bedarfsgerechtes-wohnen

      Ansprechpartner/in

      Bundesstadt Bonn

      Amt für Soziales und Wohnen

      Projektstelle „Bedarfsgerechtes Wohnen“

      Edith Rosenbaum

      Berliner Platz 2

      53111 Bonn

      Telefon: 0228 / 77 2900

      Telefax: 0228 / 77 2941

      Email: bedarfsgerechteswohnen@bonn.de

      Bildrechte

      Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.