Barrierefreie Wohnungen der B&S Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford eG

Kurzdarstellung der Aktivität

Die B&S Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford eG wurde im Jahr 1937 in Zeiten großer Wohnungsnot gegründet, um breite Schichten der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Gegenwärtig zählt die Genossenschaft rund 3.000 Mitglieder.

An zwei Standorten (Neue Straße in Bünde und Bahnstraße in Bünde-Ennigloh) errichtete die B&S zwei Wohnkomplexe, in der ein besonderer Wert auf Barrierefreiheit und die Förderung des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderung gelegt wird.

In der Neuen Straße entstanden insgesamt acht öffentlich geförderte genossenschaftliche Mietwohnungen, die im Jahr 2010 erstmals bezogen werden konnten sowie ein  Nachbarschaftstreffpunkt im Erdgeschoss und Räume für eine Wohngemeinschaft mit vier Mieter/innen mit und ohne Behinderung.  Als Kooperationspartner für dieses Projekt konnte die B&S die Bodelschwinghschen Stiftungen gewinnen, die insbesondere für den Aufbau und die Begleitung der Begegnungsstätte zuständig ist.  Ziel dieses neuen Treffpunktes ist es, ein selbstverständliches Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen aktiv zu unterstützen.

Wohnungen werden vorrangig an Menschen mit Behinderungen vergeben, da es für sie häufig mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, auf dem Wohnungsmarkt barrierefreien Wohnraum zu finden, der ihnen ein selbstbestimmtes Wohnen ermöglicht.  Da diese Wohnungen für die Nutzer/innen auch erschwinglich sein müssen, hat sich die B&S dazu entschieden, Mittel der Wohnungsbau-förderung NRW in Anspruch zu nehmen.

Als Folgeprojekt entstanden in der Bahnstraße, Bünde-Ennigloh im Jahr 2013 insgesamt zwölf Einzimmer-Apartments, sieben Zweizimmer- sowie vier Dreizimmerwohnungen. Ein Teil der Wohnungen wird an Menschen mit psychischer Erkrankung vergeben.  Kooperationspartner sind hier, wie bereits in der Neuen Straße, die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die Stiftungen Bethel beteiligen sich aktiv an der Vermietung, indem sie Menschen mit Behinderungen als potentielle Mieter vorschlagen.  Außerdem mieten sie mehrere Einheiten als eigenen Stützpunkt an, um direkt vor Ort den Bewohner/inne/n mit ihren Dienstleistungsangeboten zur Verfügung stehen zu können und um so einen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Quartier zu leisten.

Zusätzlich bezog im Erdgeschoss die Kreisgeschäftsstelle des Sozialverbands Deutschland (SoVD) ihren neuen, barrierefreien Beratungsstützpunkt. Der SoVD suchte für seine Kreisgeschäftsstelle barrierefreie Räume, die er im Neubau finden konnte. Da die Bewohner/innen des Hauses häufig potentielle Kunden des SoVD sind, ergab sich eine sinnvolle Wechselwirkung. 

Die Projekte leisten einen Beitrag zur unabhängigen Lebensführung von Menschen mit Behinderung, indem sie durch die Schaffung barrierefreien Wohnraums in mitten der Gemeinde dazu beitragen, dass „Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben, und nicht verpflichtet sind, in besonderen Wohnformen zu leben (Artikel 19 UN-BRK).

Allgemeine Informationen und Materialien

    www.bauundsiedlungsgenossenschaft.de/index.html

      Ansprechpartner/in

      Bau- und Siedlungsgenossenschaft

      für den Kreis Herford eG

      Hangbaumstraße 18

      32257 Bünde

      Petra Eggert-Höfel (Vorstandsvorsitzende B&S)

      Tel.: 0 52 23 - 92 91 - 50

      E-Mail: petra.eggert-hoefel@bauundsiedlungsgenossenschaft.de

      Florian Ohmes (Architekt, Projektentwicklung)

      Tel.:  0 52 23 / 92 91-35

      florian.ohmes@bauundsiedlungsgenossenschaft.de

      Bildrechte

      Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.