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Bewegt wohnen und leben in Buschdorf

Kurzdarstellung der Aktivität

Gemeinschaflich wohnen und leben in Buschdorf- Logo (vorläufig)
©http://buschdorf.de/

Initiativentwicklung und Bau eines inklusiven Mehrgenerationenhauses mit Sozialem Zentrum

Der Bonner Stadtteil Buschdorf wurde vorwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut, ohne dass sich die soziale Infrastruktur dementsprechend weiterentwickeln konnte. Neben unterschiedlichen Problemfeldern (z.B. barrierefreier Ausbau der Bahnstation, Bereitstellung von Kindergarten- und Schulplätzen) fehlt vor allem ein soziales Zentrum in Buschdorf, das für die Bürger/innen örtlich erreichbar und nutzbar ist. Aufgrund eines Bürgerantrags ist durch Beschluss des Stadtrates der Stadt Bonn am 13.07.2013 ein Grundstück für soziale Zwecke mit einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt vorgesehen worden. Im Rahmen einer „Perspektivwerkstatt“, die durch das städtische Planungsamt angeregt wurde, gründete sich 2015 eine Projektgruppe zur Weiterverfolgung der Entwicklung eines sozialen Zentrums (Begegnungs-, Beratungs- und Bildungszentrum) gepaart mit einem innovativen Wohnprojekt. Begleitet und dokumentiert wurde die Perspektivwerkstatt durch das Planungsbüro STADTKINDER, Dortmund.

Häufig besteht gerade für Menschen mit Beeinträchtigungen ein Mangel an bezahlbarem barrierefreiem Wohnraum. Es fehlt weiter an  Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Eine selbstbestimmte Lebensweise ist problematisch. Bislang existieren kaum inklusive Wohnprojekte mit Unterstützungsleistungen und sozialen Diensten in unmittelbarer Nachbarschaft. Durch das Projekt „Mehrgenerationenwohnen“ soll zukunftsweisend Raum für neue, barrierefreie Wohnformen im Bonner Norden geschaffen werden, indem Menschen jeden Alters, egal ob mit oder ohne Behinderung, nicht nur zusammenleben können; mit dem Projekt wird zudem eine individuelle, selbstbestimmte Lebensweise, aber auch die Begegnung und Hilfe untereinander ermöglicht.

Ziel des Wohnprojektes ist es, dass Singles, Paare und Familien jeden Alters, mit und ohne Behinderung, zusammen und eigenständig leben können, und die dafür notwendigen Unterstützungsleistungen in direkter Umgebung erhalten. Das Soziale Zentrum sowie das Mehrgenerationenwohnen sollen als „Leuchtturmprojekt“ nicht nur für den gesamten Stadtteil Buschdorf, sondern auch darüber hinaus, richtungsweisend für eine inklusive Gesellschaft stehen. Damit soll ausdrücklich eine Veränderung im Denken und Handeln initiiert werden.

Durch die Projektgruppe inklusives Mehrgenerationenwohnen/Soziales Zentrum Bonn-Buschdorf wurde erfolgreich bei der Stadt Bonn die Änderung des Bebauungsplanes eines Grundstückes in Bonn Buschdorf (Otto Hahn Str. - Im Schildchen) initiiert, welches durch seine Lage und Größe ideal für ein Mehrgenerationenprojekt geeignet ist. Derzeit arbeitet die Projektgruppe an der Gründung eines Vereins und sucht einen Investor, um u.a. die Realisierung durch den Kauf des  Grundstückes einzuleiten. Geplant ist der Bau von zwei Wohngebäuden in ökologischer Bauweise mit insgesamt 1.800 qm Wohnfläche, barrierearmen bzw. -freien Wohnungen mit weiteren Flächen und Gebäudeteilen zur Gemeinschaftsnutzung. Hierbei finden insbesondere die Gebäudeplanung mit den erforderlichen Wohnflächen und Ausstattungen, die Bewirtschaftung und Verwaltung der Wohnanlage, ein nachhaltiger Kontakt zur Stadtteilgemeinschaft (gemeinsame Aktivitäten, Gesprächskreise, Hilfsangebote) sowie die Zusammenarbeit mit dem auf dem gleichen Grundstück befindlichen sozialen Zentrum Berücksichtigung. Dabei werden auch das Leitbild, die Ziele und insbesondere die Maßnahmen zur Umsetzung der UN-BRK auf der Grundlage des Behindertenpolitischen Teilhabeplans der Bundesstadt Bonn vom 11.05.2011 (http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/behinderung/behindertenpolitischer_teilhabeplan/index.html?lang=de ) berücksichtigt. Parallel wird das Projekt durch die Projektgruppe den Bürger/inne/n, den politischen Parteien, Amtsträger/inne/n und der Presse vorgestellt. Eine Pressemappe und ein Flyer zur Verteilung werden z.Z. erarbeitet.

Neben den oben erwähnten Akteuren sind darüber hinaus die Stadt Bonn im Rahmen des behindertenpolitischen Teilhabeplans der Stadt Bonn, Akteure aus Politik und Verwaltung, die Caritas, Lucky Luke e.V. (Jugendarbeit) und der Verein für Psychomotorik e.V. (als soziales Zentrum in direkter Nachbarschaft zum Mehrgenerationenwohnen); die Kirchengemeinde Thomas Morus (Nutzung der Infrastruktur für Besprechungen, Tagungen); eine Architektin, eine Sozialpädagogin und ein Lotse für Menschen mit Behinderungen (ehrenamtliche Begleitung) in die Projektentwicklung einbezogen.

Durch die gemeinsame Entwicklung und Gestaltung von Wohnraum, Wohnform und Wohnumfeld werden sowohl die Voraussetzungen für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung, als auch die Akzeptanz, entscheidend verbessert. Ebenso ergibt sich ein Synergieeffekt für die Bewohner/innen des gesamten Stadtteiles, die von den örtlichen Dienstleistungen profitieren.

Durch das Projekt wird insbesondere der Zugang zu gemeindenahen inklusiven Unterstützungsdiensten und Dienstleistungen gepaart mit aktiver Nachbarschaftshilfe realisiert (Art.19 UN BRK). Das selbstverständliche, nachbarschaftliche und soziale Miteinander, der Umgang mit Verschiedenheit und gegenseitiges Unterstützen trägt zugleich zur Sensibilisierung der Beteiligten, als auch der Öffentlichkeit (Nachbarschaft) im Sinne des Artikels 8 der UN-BRK („Bewusstseinsbildung“) bei.

Lebensbereich

  • Wohnen
  • Politik
  • kommunale Planung
  • Unterstützung
  • Partnerschaft und Familie
  • Öffentlicher Raum
  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Kommunikation und Interaktion

Ansprechpartner/in

Projektgruppe inklusives Mehrgenerationenwohnen/Soziales Zentrum Bonn-Buschdorf
Gottfried Claßen
Carlo Mense Str. 27
53117 Bonn

Tel: 0228 675271 oder 0157 52893914
E-Mail: gottfriedclassen@remove-this.gmx.de

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.