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Wir wollen Vielfalt

Ein Bündnis für Inklusion – Aktionen zum Mitmachen

Kurzdarstellung der Aktivität

Ein Vielfalter der Aktion "Wir wollen vielfalt"

Katrin Wüst, Pfarrerin in der Pfarrstelle für Behindertenarbeit in Sankt Augustin, und Wolf Clüver, Pfarrer für Integrative Gemeindearbeit in Mönchengladbach, entwickelten die Idee zu einem Aktionsbündnis für Inklusion und riefen 2012 die Initiative „Wir wollen Vielfalt“ ins Leben.

Im Rahmen des Projektes werden vielfältige, niedrigschwellige, kreative Aktionen durchgeführt, in deren Fokus bisher die Handarbeit mit dem Material Wolle steht. Dabei wird bewusst die Symbolik des Materials und der Tätigkeiten aufgegriffen (z.B. Patchwork, unterschiedlich gestrickt sein, den Faden aufnehmen).

So wurden beispielsweise über einen Facebook-Aufruf  insgesamt 11 km Strick Liesel-Schnüre gesammelt, die auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg in 20-Zentimeter-Stücken verteilt wurden. Die Besucher/innen wurden aufgefordert, sich daraus je einen individuellen Anstecker zu formen und damit zu bekennen: „WIR wollen VIELFALT!“. 37.500 Menschen wurden damit auf dem Kirchentag beteiligt.

Die Anstecker-Idee vom Hamburger Kirchentag wurde weiterentwickelt: Beim Kirchentag 2015 in Stuttgart verteilte das Bündnis rund 8.700 gehäkelte Schmetterlinge, die „Vielfalter“. Auch diese entstanden vorher inklusiv und dezentral. Mit einem Wäscheband mit der Aufschrift „wir-wollen-vielfalt.de“ versehen, wiesen sie auf das Bündnis hin.

Ein anderes Beispiel ist das „Zelt der Begegnung“, welches aus 1000 gehäkelten Quadraten erschaffen wurde. Viele Menschen verschiedenen Alters und Geschlechts, mit und ohne Behinderung haben sich daran beteiligt. Aus den vielen verschiedenen Stücken wurde die Zelthaut zusammengenäht. Diese Aktion ist in Zusammenarbeit und im Austausch mit der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck entstanden. Das Zelt ist seit 2014 auf Wanderschaft und kann noch bis Ende 2015 als mobiles, begehbares Kunstwerk an vielen verschiedenen Stationen im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland erlebt werden. Das „Zelt der Begegnung“ steht für Vielfalt. Die Projektverantwortlichen wünschen sich, dass es an den jeweiligen Stationen für Vielfalt und Inklusion wirbt und dort zu Veranstaltungen und Straßenstrick-Aktionen anregt. Die vielfältigen Maßnahmen von „Wir wollen Vielfalt“ sollen aktives Mitmachen ermöglichen, neue Begegnungen schaffen und für die Idee der Inklusion und den Mehrwert von Vielfalt  sensibilisieren.

Die gemeinsame Trägerschaft dieses Projektes liegt bei drei Pfarrstellen, die alle zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) gehören. Verantwortlich für die Durchführung des Projektes sind Sabine Ahrens (Pädagogisch-theologisches Institut der Ev. Kirche im Rheinland), Katrin Wüst (Ev. Kirchenkreis An Sieg und Rhein) und Wolf Clüver (Ev. Kirchenkreis Gladbach-Neuss).

Alle Aktionen von „Wir wollen Vielfalt“ sind idealerweise barrierefrei konzipiert. Sie werden in der Regel von sehr verschiedenen Menschen durchgeführt und unterstützt – wobei wiederum „Behinderung“ nur eines der Vielfaltskriterien ist – und wirken inklusionsfördernd auf die Gemeinwesen, in denen sie durchgeführt werden.

Kooperationspartner sind u.a. Schulen und Kommunen, die sich an der Durchführung der Aktionen beteiligen.

„Wir wollen Vielfalt“ knüpft insbesondere an die Zielsetzung des Artikels 8 der UN-Behindertenrechtskonvention an, da die öffentlichkeitswirksamen Aktionen bewusstseinsbildend sind.