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Barrierefreie Geschäfte in Ennigerloh

Kurzdarstellung der Aktivität

Urkunde zum Inklusionspreis 2016 mit Minister Schmeltzer 1.Juli 2016
© www.inklusion-ennigerloh.de

Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderung

Gemeinsam Barrierefreiheit prüfen und auszeichnen

 

Viele Geschäfte sind nicht, oder nur unzureichend Barrierefrei für Menschen mit einer Behinderung. Aufgrund dieser Unzulänglichkeiten werden bestimmte Personengruppen, die auf eine weitestgehend barrierefreie Gestaltung angewiesen sind, ausgegrenzt.

 

Die Inklusionsbeauftragte aus Ennigerloh, Marion Schmelter, setzte sich für die Stadt Ennigerloh ein und arbeitete aktiv an einer Verbesserung dieser Umstände. Hierzu nahm sie Kontakt zur Gesamtschule in Ennigerloh auf, um ein Projekt mit den Schülern zu verwirklichen, bei dem ein Großteil der Geschäfte in der Stadt auf die Barrierefreiheit hin geprüft werden sollten. Bei dem Projekt ging es nicht nur um die Abschaffung baulicher Barrieren, sondern speziell auch darum das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen und den Willen zur Veränderung zu stärken.

 

Bei der Prüfung eines Geschäftes besuchten mehrere Schüler/innen, ein/e Lehrer/in, ein/e Rollstuhlnutzer/in mit Assistenz und die Inklusionsbeauftragte aus Ennigerloh (Marion Schmelter) gemeinsam das jeweilige Geschäft. Dort wurden Eindrücke gesammelt und geprüft, wie barrierefrei die Räumlichkeiten tatsächlich waren. Die Schüler/innen der Gesamtschule wurden vorher im Unterricht mit Gesprächen über das Thema der Inklusion und der Barrierefreiheit aufgeklärt. Die, durch die gemeinsamen Prüfungen, entstandenen Kontakte helfen bei dem Abbau von Vorurteilen und sensibilisieren die Schüler/innen und die Geschäftsleute für das Thema der Inklusion. Wenn die Räumlichkeiten die Anforderungen der Barrierefreiheit erfüllt haben, enthielt dieses Geschäft die Auszeichnung für barrierefreie Geschäfte in Ennigerloh. Diese Auszeichnung wurde von einer Schülerin der Gesamtschule im Kunstunterricht entworfen (http://www.inklusion-ennigerloh.de/wp-content/uploads/2014/08/PM-Glocke-Abschlussveranstaltung-Barrierefreie-Gesch%C3%A4fte-05.05.2016.jpg).

 

An „Barrierefreie Geschäfte in Ennigerloh- Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderung” waren ca. 120 Schüler/innen, einige Lehrer/innen, zahlreiche Geschäftsleute aus Ennigerloh, der Bürgermeister und der Arbeiterkreis Inklusion beteiligt. Dieser Arbeiterkreis besteht aus der Inklusionsbeauftragten der Stadt (Leitung), mehreren Vertretern, wie zum Beispiel der Behinderten- und Senioreneinrichtungen, verschiedenen Vereinen, Schulen, Kitas, Sportvereinen und betroffenen Personen. Die Abschlussveranstaltung fand am 02. Mai 2016 statt. Diese soll als ein Start für weitere Aktionen angesehen werden. In der Zukunft wird an der Barrierefreiheit für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen in den Geschäften und Praxen gearbeitet.

 

Das Projekt knüpfte an den Artikel 30 der UN-BRK an. Es unterstützte die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die in Artikel 8 genannte Bewusstseinsbildung. Zudem ermöglichte es die Zugänglichkeit Laut Artikel 9 der UN-BRK.