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Alt St. Ulrich – Inklusives Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung

Kurzdarstellung der Aktivität

Alt St Ulrich

Häufig können Menschen mit Behinderungen aufgrund von unterschiedlichen Barrieren nicht an kulturellen und freizeitlichen Aktivitäten teilnehmen. Kultur für alle gleichermaßen erlebbar machen, das ist eines der vielen Ziele, die die Gold-Kraemer-Stiftung verfolgt. Das inklusive Begegnungszentrum Alt St. Ulrich, das die Gold-Kraemer-Stiftung fördert, realisiert genau dieses Ziel.

Das inklusive Begegnungszentrum befindet sich in der ehemaligen Pfarrkirche Alt St. Ulrich und den daran angrenzenden Gemeinderäumen in Frechen-Buschbell. Die Gold-Kraemer-Stiftung hat die 1742 errichtete Kirche 2008 erworben, mit dem Ziel, einen Raum für kulturelle Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Die Kirche mit ihren bekannten Fenstern von Georg Meistermann und ihrer außerordentlich guten Akustik bietet dabei eine ganz besondere Atmosphäre. Regelmäßig finden dort beispielsweise Ausstellungen, Auftritte verschiedener Künstler/innen und Lesungen für Menschen mit und ohne Behinderungen statt. Um diese kulturellen Veranstaltungen für alle gleichermaßen verfügbar machen zu können, bietet das Begegnungszentrum unter anderem auch Führungen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen, Gebärdendolmetscher für einzelne Veranstaltungen, Führungen in leichter Sprache und Aktiv-Mitmachangebote für Menschen mit geistiger Behinderung an.

Das inklusive Begegnungszentrum bietet außerdem unterschiedliche Workshops an. So findet zum Beispiel regelmäßig ein Leseklub statt, der eine Kooperation mit dem Verein „Kultur, Bildung und soziale Teilhabe – KuBuS e.V.“ ist. Auch gibt es künstlerische Ateliers, Töpferkurse sowie die Schreibwerkstatt „Federleicht“, die ihre Texte online zur Verfügung stellt. Die Gold-Kraemer-Stiftung finanziert das Projekt. Außerdem erhalten die KünstlerInnen mit und ohne Behinderungen eine Vergütung, die aus den erzielten Einnahmen bei Veranstaltungen stammt. Darüber hinaus wird zu einer Refinanzierung des Projektes beigetragen. Besucher/innen mit Behinderungen zahlen nur 50% des regulären Eintrittspreises.

Das inklusive Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung trägt zur Umsetzung des UN- Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) bei. Durch die im Rahmen des Projektes vorhandene Möglichkeit an kulturellen und freizeitlichen Aktivitäten teilzunehmen wird dem Artikel 30 der UN-BRK Rechnung getragen. Ebenfalls kann davon ausgegangen werden, dass durch den neu geschaffenen Begegnungsraum eine Kontaktaufnahme zwischen Menschen mit und ohne Behinderung entsteht, die zu einem Vorurteilsabbau und damit zu einer neuen Bewusstseinsbildung (Artikel 8, UN-BRK) beiträgt.

Im Rahmen von Umbauarbeiten im Jahr 2015 ist eine ganzheitliche Barrierefreiheit der Räumlichkeiten realisiert worden.