Lennestadt (Kreis Olpe) - Steckbrief zum kommunalen Planungsprozess zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Name der Kommune (Stadt/Gemeinde oder Kreis):

Stadt Lennestadt (Kreis Olpe)

Wie ist es zu dem Planungsprozess in der Kommune gekommen?

Am 21. März 2017 fand im Rathaus der Stadt Lennestadt ein Zukunftsworkshop mit dem Titel „mehr Partizipation wagen“ statt. Mit Unterstützung der Universität Siegen konnte dieser durchgeführt werden. In die Vorbereitung war sowohl die Verwaltung der Kommune als auch der ÖUK eingebunden. Die Initiative zur Durchführung des Workshops entstand im ÖUK und im Gespräch mit der Universität Siegen.

Bei wem liegt die Hauptverantwortung für die Organisation des Planungsprozesses?

Der örtlichen Unterstützerkreis hat einen ehrenamtlichen Sprecher sowie eine unmittelbare Anbindung an die Verwaltung (Jens Dommes, Leiter Sozialamt, der die Geschäftsführung innehat).

Welchen Schwerpunktbereichen widmen sich die Planungsaktivitäten?
  • Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur

  • Partizipation und Beteiligungsstrukturen

Welche Gremien und Arbeitsgruppen sind/waren zentral für den Planungsprozess?
  • verwaltungsinterne Arbeitsgruppen

  • Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen / Selbsthilfe

Inwiefern werden/wurden die Information und Beteiligung der Bevölkerung im Prozess sichergestellt?

Protokolle, Pressemitteilungen

Welche Erfahrungen gibt/gab es mit der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen im Prozess?

An dieser Stelle wurden sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Interessen sowie Erfahrungen von Menschen mit Beeinträchtigungen konnten in den Gesamtprozess gut integriert werden.

Welche örtlichen Besonderheiten der Kommune haben sich auf die Herangehensweise und Struktur der Planung besonders ausgewirkt?

Eine wesentliche Aufgabe bestand und besteht nach wie vor darin, das Bewusstsein für Themen der Barrierefreiheit und Inklusion zu wecken.

Was gelingt in der Kommune hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen (besonders) gut? Was bereitet (besondere) Schwierigkeiten?

In der Verwaltung und in der Politik ist es in den letzten 2-3 Jahren gelungen, belastbare Kommunikationswege zu etablieren.

Tipps für Kommunen, die ebenfalls einen Planungsprozess aufnehmen wollen:

Den Prozess transparent und offen zu gestalten, alle relevanten Akteure aus Verwaltung, Politik, Industrie, Institutionen und der Bürgerschaft einzubinden, ist eine extrem zeitintensive, aber in jedem Fall lohnender Aufgabe. 

Ansprechperson zum Planungsprozess:

Örtlicher Unterstützerkreis (ÖUK)
Jürgen Dolle (Sprecher)
Bennerweg 3A, 57368 Lennestadt

Tel.-Nr.: 02721/6054677
E-Mail: j.dolle@t-online.de