Rheinisch-Bergischer Kreis - Steckbrief zum kommunalen Planungsprozess zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Name der Kommune (Stadt/Gemeinde oder Kreis):

Rheinisch-Bergischer Kreis

Wie ist es zu dem Planungsprozess in der Kommune gekommen?

Wesentlicher Impuls war die Vorgabe des Kreistages an die Kreisverwaltung, realisierbare Maßnahmen, die in der Verantwortung des Kreises liegen, zu formulieren, zur Beschlussfassung vorzuschlagen und nachfolgend umzusetzen.

Bei wem liegt die Hauptverantwortung für die Organisation des Planungsprozesses?

Der partizipative Prozess zur Entwicklung der Maßnahmeplanung Inklusion im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde durch die Geschäftsstelle Inklusion im Amt für Integration und Inklusion gesteuert. Insgesamt waren rund 130 Personen bzw. Institutionsvertretungen am Prozess beteiligt. Der Beschluss wurde durch den Kreistag gefasst.

Welchen Schwerpunktbereichen widmen sich die Planungsaktivitäten?

•    Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur
•    Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung
•    Lebenslagenbezogene Fragestellungen / Veränderungsbedarfen: Wohnen, Arbeiten, Bildung und Erziehung, Gesundheit, Freizeit, Mobilität im öffentlichen Raum

 

Welche Gremien und Arbeitsgruppen sind/waren zentral für den Planungsprozess?

•    prozessbezogene Arbeitsgruppen (z.B. Steuerungs-/Lenkungsgruppe)
•    verwaltungsinterne Arbeitsgruppen
•    Ausschuss der Kommune
•    Interessenvertretungen für Menschen mit Behinderung / Selbsthilfe
•    Lebenslagen bezogenen Arbeitsgruppen an den Akteuren aus Politik, Verwaltung und Fachinstitutionen ebenso beteiligt waren, wie Menschen mit und ohne Behinderung (Interessierte).

 

Inwiefern werden/wurden die Information und Beteiligung der Bevölkerung im Prozess sichergestellt?

Die Veröffentlichungen wurden breit gestreut, Infoblätter, Presse, Einladung an Kooperationspartner aller Art, Einladung an Fraktionen des Kreistages, Einladung an Akteure aus den kreisangehörigen Kommunen, etc.

Welche Erfahrungen gibt/gab es mit der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen im Prozess?

Experten in eigener Sache sind für den Entwicklungsprozess (wie immer) von herausragender Bedeutung.

Welche örtlichen Besonderheiten der Kommune haben sich auf die Herangehensweise und Struktur der Planung besonders ausgewirkt?

Im Rheinisch-Bergischen Kreis besteht seit langer Zeit eine hohe Bereitschaft, sich mit Fragen rund um das Thema "Behinderung" zu befassen. Diese Voraussetzung und die bestehende Rollenklarheit des Kreises waren wichtige förderliche Faktoren.

Was gelingt in der Kommune hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen (besonders) gut? Was bereitet (besondere) Schwierigkeiten?

Bodenhaftung, Pragmatismus ohne ideologische Überbetonung gelingen durchgängig.
Der Wechsel der Sichtweise von der Reaktion (Hilfebedürftigkeit) in das vorausschauende Handeln (inklusive Lebensverhältnisse) ist ein Prozess, der gelingen wird, aber nicht abgeschlossen ist.

Tipps für Kommunen, die ebenfalls einen Planungsprozess aufnehmen wollen:

Beteiligung, Beteiligung, Beteiligung!
Rollenklarheit! Beschränkung auf die Maßnahmen, die tatsächlich selbst beeinflusst werden können!

Ansprechperson zum Planungsprozess:

Rheinisch-Bergischer Kreis
Amt für Soziales und Inklusion
Thomas Beier
Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach

Tel.-Nr.: 02202 13 2487
E-Mail: inklusion@rbk-online.de