Ennigerloh - Steckbrief zum kommunalen Planungsprozess zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Name der Kommune (Stadt/Gemeinde oder Kreis):

Ennigerloh

Wie ist es zu dem Planungsprozess in der Kommune gekommen?

Der Impuls kam aus dem schon langjährig bestehenden Behindertenbeirat. Die UN Behindertenrechtskonvention gab Anlass für die Stadt Ennigerloh sich dem Thema vermehrt anzunehmen. So wurde schließlich 2013 eine Inklusionsbeauftragte (im Ehrenamt) benannt.

Bei wem liegt die Hauptverantwortung für die Organisation des Planungsprozesses?

Bei der Inklusionsbeauftragten, aber immer mit Unterstützung der Stadtverwaltung. So kann die Inklusionsbeauftragte alle städtischen Gebäude, alles was EDV, Druck, Ordnungsamt usw. betrifft in Anspruch nehmen. Es besteht eine sehr enge Verbindung mit dem Sozialamt. Die Inklusionsbeauftragte leitet zusätzlich den AK Inklusion der Stadt. Darin sind Vertreter der Parteien, der Behinderteneinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen und soziale Verbände.

Welchen Schwerpunktbereichen widmen sich die Planungsaktivitäten?
  • Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur

  • Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung

  • Partizipation und Beteiligungsstrukturen

  • Aktionen und Veranstaltungen in denen Menschen mit und ohne Behinderungen beteiligt sind

Welche Gremien und Arbeitsgruppen sind/waren zentral für den Planungsprozess?
  • prozessbezogene Arbeitsgruppen (z.B. Steuerungs-/Lenkungsgruppe)

  • verwaltungsinterne Arbeitsgruppen

  • Ausschuss der Kommune

  • Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen/Selbsthilfe

  • AG Wohlfahrtspflege

  • Politik und Verbände

Inwiefern werden/wurden die Information und Beteiligung der Bevölkerung im Prozess sichergestellt?

Durch den AK Inklusion

Welche Erfahrungen gibt/gab es mit der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen im Prozess?

Sehr gute!!! Es ist eine sehr wichtige Wertschätzung und eine Bereicherung!

Welche örtlichen Besonderheiten der Kommune haben sich auf die Herangehensweise und Struktur der Planung besonders ausgewirkt?

Durch meine Funktion die ich ja für die Stadt ausübe! Das Thema in Ennigerloh wird sehr ernst genommen!

Was gelingt in der Kommune hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen (besonders) gut? Was bereitet (besondere) Schwierigkeiten?

Durch viele Aktionen, Veranstaltungen ist Inklusion in Ennigerloh kein Fremdwort

Tipps für Kommunen, die ebenfalls einen Planungsprozess aufnehmen wollen:

Unbedingt machen!!!!!!

Sich dem Thema annehmen, dafür Personal (haupt- oder ehrenamtlich) zur Verfügung stellen. Die Kommune muss dahinterstehen. Der Bedarf ist sehr groß.

Sprechstunden für Anliegen der Bürger zur Verfügung stellen. Aktionen und Veranstaltungen zum Thema planen. „Verbündete“ mit ins Boot nehmen. Viel Öffentlichkeitsarbeit. Viele Menschen mit einbeziehen.

Viele Aktionen als Beispiel sind auf meiner Homepage zu sehen. Ganz aktuell ist die Gründung eines Inklusionschors (Februar 2018) und eine AG Gebärdensprache an unserer Gesamtschule. Aber, auch viele andere Aktionen und Veranstaltungen.

Ansprechperson zum Planungsprozess:

Stadt Ennigerloh
Marion Schmelter (Inklusionsbeauftragte der Stadt Ennigerloh)
Marktplatz 1, 59320 Ennigerloh

Tel.-Nr.:  02524/28 6000
E-Mail: inklusionsbeauftragte@stadt-ennigerloh.de