Bad Honnef - Steckbrief zum kommunalen Planungsprozess zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Name der Kommune (Stadt/Gemeinde oder Kreis):

Bad Honnef

Wie ist es zu dem Planungsprozess in der Kommune gekommen?

Drei Leiterinnen von inklusiv arbeitenden Kindertageseinrichtungen haben zusammen beim Bürgermeister vorgesprochen. Der Bürgermeister hat dann die Erstellung des Inklusionsplanes befürwortet und die erforderlichen Schritte eingeleitet.

Bei wem liegt die Hauptverantwortung für die Organisation des Planungsprozesses?

Der Kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderung

Welche Gremien und Arbeitsgruppen sind/waren zentral für den Planungsprozess?
  • verwaltungsinterne Arbeitsgruppen

Inwiefern werden/wurden die Information und Beteiligung der Bevölkerung im Prozess sichergestellt?

Sowohl die Auftaktveranstaltung als auch die Bürgerwerkstätten wurden intensiv beworben. Von allen Veranstaltungen wurden Nachberichte im Internet und in den Print-Medien veröffentlicht. Von der Auftaktveranstaltung wurde eine Dokumentation erstellt, die im Internet veröffentlicht wurde und auch als Sachstandsmitteilung Bestandteil der Einladung zur Ratssitzung war.

Welche Erfahrungen gibt/gab es mit der Beteiligung von Menschen mit Behinderungen im Prozess?

Leider zu wenig da die Beteiligung zu gering war.

Welche örtlichen Besonderheiten der Kommune haben sich auf die Herangehensweise und Struktur der Planung besonders ausgewirkt?

Bad Honnef hat einen überdurchschnittlich hohen Seniorenanteil. Da diese Menschen dem Thema Barrierefreiheit einen höheren Stellenwert einräumen, waren demgemäß auch recht viele Senioren eingebunden.

Was gelingt in der Kommune hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen (besonders) gut? Was bereitet (besondere) Schwierigkeiten?

Das Thema bauliche Barrierefreiheit wird zunehmend als wichtig erkannt. Jedoch fehlt es noch an der nötigen Sensibilisierung für andere Barrieren (z. B. Sprache, Bedienungsfreundlichkeit im Internet etc.).

Tipps für Kommunen, die ebenfalls einen Planungsprozess aufnehmen wollen:

Allgemein bezogen: Die Einbindung der maßgeblich zu Beteiligenden von Anfang an (ist aber auch selbstverständlich)!.
Und es ist auch wichtig, den Zeitrahmen nicht zu eng zu stecken.
Über den Tellerrand schauen: Wie machen es andere Kommunen vergleichbarer Größe? Hilfreiche Literatur zu dem Thema: „Inklusive Gemeinwesen Planen. Eine Arbeitshilfe des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW (März 2014) 
Für detailliertere Tipps möchte ich diejenigen bitten, mit mir Kontakt aufzunehmen. 

Ansprechperson zum Planungsprozess:

Stabsstelle
Iris Schwarz (Beauftragte für Gleichstellung, Senioren und Menschen mit Behinderung)
Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef

Tel.-Nr.: 02224/184-140
E-Mail: iris.schwarz@bad-honnef.de