Haupt-Navigation

Sie befinden sich hier

Inhalt

AlleInklusive Eitorf

Kurzdarstellung der Aktivität

2. Willkommensfest für Flüchtlinge am 14.02.2016 in Eitorf, Leonardo des Siegtalgymnasiums in Eitorf  Ich hoffe, das ist alles, was du brauchst dafür.
© http://www.alleinklusive.de

Arbeitskreis AlleInklusive – eine Gemeinde vernetzen

Ein inklusives Gemeinwesen und ein Zusammenleben Aller, z.B. Menschen mit und ohne Behinderung oder mit und ohne Migrationshintergrund, ist in vielen Städten und Gemeinden noch keine Selbstverständlichkeit. Häufig existieren Vorurteile, Ängste, Vorbehalte o.ä. gegenüber bestimmter Personengruppen bzw. Merkmale (Behinderung, Ethnizität,…). In Eitorf leben und arbeiten viele Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Menschen, die seit Generationen in Eitorf leben, gemeinsam. In der Grundschule Harmonie wird Inklusion bereits als selbstverständlich angesehen und seit langem praktiziert. Um dieses Bewusstsein für ein gemeinsames Aufwachsen, Lernen und Leben in der Gemeinde Eitorf zu fördern, hielt Prof. Hans Wocken im Winter 2010 einen Vortrag zum Thema Inklusion in der Grundschule Eitorf. Hierzu wurden neben den Schulgemeinden der Grundschule Eitorf und Grundschule Harmonie, die Bürgerinnen und Bürger Eitorfs eingeladen. Es gab viele Anregungen, um begonnene Wege zur Inklusion in der Gemeinde voranzutreiben und weiter zu entwickeln. Daraufhin wurde auf Initiative der Bürger/innen in Eitorf ein erstes Treffen im Juli 2011 organisiert, zu dem rund 70 Interessierte erschienen, aus denen sich der Arbeitskreis „AlleInklusive“ gründete.

Die Zielsetzung des Arbeitskreises ist es, ein inklusives Gemeinwesen in Eitorf aktiv zu fördern und zu gestalten. Durch verschiedene gemeinschaftliche Projekte sollen Menschen miteinander vernetzt werden. Zugleich soll damit die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen und schulischen Leben zu einer Selbstverständlichkeit im Alltagsgeschehen der Kommune werden. Der Arbeitskreis möchte letztlich einen aktiven Austausch anregen, in dem inklusive Arbeit gemeinsam entworfen, beschrieben und in Form von verschiedenen Projekten und Aktionen umgesetzt werden kann.

Alle Aktivitäten richten sich grundsätzlich und gezielt an alle Menschen der Gemeinde. Im Arbeitskreis werden verschiedene Projekte von und für Menschen mit und ohne Behinderung geplant und umgesetzt, die Barrieren abbauen und eine gezielte Vernetzung aller Menschen und Institutionen herstellen. Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Ideen, die einen Beitrag für ein inklusives Miteinander leisten können, mit dem Ziel, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen, Erlebnisse miteinander zu teilen, Aufklärung zu leisten oder Netzwerke aufzubauen. Beispielsweise konnten unter anderem durch eine enge Kooperation mit der Gemeinde drei Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung an zwei Grundschulen und im offenen Ganztag eingerichtet werden. In einem weiteren Projekt, „Eitorf will´s wissen“, organisiert der Arbeitskreis mit Bürgerinnen/n, Firmen und Eitorfer Geschäftsleuten, der Gemeinde, der ev. Kirche, dem Kirchenchor, dem Heimatverein und anderen Vereinen eine Serie von fast 30 Veranstaltungen rund um Inklusion. Darüber hinaus werden weitere Projekte wie Wettbewerbe, Spiel- und Sportevents, Wanderungen, Bildungsseminare und Fachtagungen, gemeinsames Singen, Kochen oder sonstige Veranstaltungen, die auf ein Miteinander abzielen, organisiert.

Der Arbeitskreis „AlleInklusive“ trifft sich regelmäßig an jedem ersten Dienstag im Monat an der Grundschule Eitorf. „AlleInklusive“ wird verantwortet und geleitet von den Bürgerinnen/n der Gemeinde Eitorf, die das Projekt ehrenamtlich gestalten. Derzeit sind es 14 ehrenamtliche Eitorfer/innen mit und ohne Behinderung im Alter zwischen 16 bis 66 Jahren. Sie kommen aus verschiedenen Berufen und Institutionen und treffen sich in regelmäßigen Teamsitzungen. Darüber hinaus kooperiert das Team mit unterschiedlichen Institutionen, Schulen, Vereinen oder Gemeinden wie z.B. mit der Grundschule Harmonie, der Jugendfeuerwehr, der Gemeinde Eitorf selbst, dem Heimatverein, dem Jugendcafe´ oder dem türkisch-deutschen Kulturverein. Auch auf politischer Ebene finden Gespräche statt, beispielsweise mit Eitorfer Kommunalpolitiker/innen/n oder Tagungen des Innenministeriums NRW.   

 

Was ist das Besondere an „AlleInklusive“ Eitorf? Maßnahmen im Überblick:

  • Ehrenamtliche Initiative der Eitorfer Bürger/innen mit inklusiver Projektleitung: „AlleInklusive“ basiert auf der Arbeit von ehrenamtlichen Bürger/innen/n mit und ohne Behinderung.
  • Netzwerkarbeit und Kooperation auf einer neuen Ebene: Das Projekt gewährleistet eine breit angelegte Vernetzung von Bürger/innen/n, Städten und Gemeinden, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Verwaltungen und Bezirksregierungen und vielen mehr.
  • Hohe Zielgruppeneffizienz durch Vielfalt der Projekte: Der Arbeitskreis „AlleInklusive“ in Eitdorf beinhaltet nicht nur ein oder das Projekt, sondern es summiert sich aus einer Vielzahl an Projekten und Angeboten aus allen Bereichen des täglichen Lebens: Bildung und Schule, Arbeit und Beruf, Sport und Freizeit, Kultur und Medien, Technik oder Wohnen. Dadurch und durch die breit angelegte Vernetzung soll gewährleistet werden, dass eine größtmögliche Zielgruppe erreicht wird. Zudem soll aufgezeigt werden, dass Teilhabe in allen Lebensbereichen möglich und für alle Beteiligten lebenswert ist.

 

Insgesamt leistet das Projekt einen Beitrag zu „Leben mittendrin“ (Artikel 19 der UN-BRK) und schafft dahingehend ein Bewusstsein. Weiter realisiert „AlleInklusive“ viele Projekte im Bereich Freizeit und Kultur, wodurch die gleichberechtigte Teilhabe an solchen Angeboten für Menschen mit Behinderung ermöglicht wird (Artikel 30 UN-BRK). Netzwerkarbeit ebnet bei „AlleInklusive“ Wege für Menschen mit Behinderung, Arbeitsplätze zu finden (Artikel 27 der UN-BRK). Auch der Bereich Bildung wird im Spektrum des Projektes einbezogen  (Artikel 24 der UN-BRK). Den besonderen Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen wird „AlleInklusive“ durch die Bandbreite an Projekten gerecht, die sich gezielt an Kinder richten (Artikel 7 UN-BRK) und  Kindern mit Behinderungen ermöglicht, gleichberechtigt mit anderen Kindern an den Angeboten teilnehmen zu können. Des Weiteren trägt „AlleInklusive“ zur Bewusstseinsbildung bei, regt zu einem neuen Bild von Menschen mit Behinderung als gleichwertige und gleichberechtigte Mitglieder der Gemeinde an und bricht separierende Strukturen auf (Artikel 8 UN-BRK).

Allgemeine Informationen und Materialien

    Weiterführende Links: