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WAB – Werkstatt Ausbildung Beruf

Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Abschlussklasse "Werkstatt Ausbildung Beruf" von 2014
© www.afb-group.eu

Meistens haben Menschen mit Behinderung es schwer, sich beruflich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren oder dort einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wird. Beschäftigungsmöglichkeiten in Behindertenwerkstätten werden von den Betroffenen teilweise als separierend und stigmatisierend empfunden. Ein reguläres Beschäftigungsangebot für Menschen mit Behinderung ist wesentlicher Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens und einer inklusiven Gesellschaft, die Chancen für alle bietet. Die AfB gemeinnützige GmbH fördert die selbstbestimmte Lebensweise von Menschen mit Behinderung durch den Erwerb einer beruflichen Qualifikation und die Bereitstellung von Arbeitsverhältnissen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

An 14 Unternehmensstandorten in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz arbeiten derzeit über 200 Menschen mit und ohne Behinderung solidarisch zusammen. Das Geschäftsmodell basiert auf Partnerschaften zu großen Unternehmen, die dem AfB ihre nicht mehr benötigte IT-Hardware zur Aufbereitung, zertifizierten Datenlöschung und zum Wiederverkauf überlassen. Selbsterklärtes Ziel des Projektes ist es, 500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anzubieten zu können.

Die AfB g GmbH realisiert Projekte zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Umweltschutz, der Förderung für Schulen und Kitas und Inklusion. Mit dem Projekt WAB – Werkstatt Ausbildung Beruf erhalten junge Menschen mit Behinderung die Chance auf eine anerkannte Ausbildung außerhalb der Werkstätten behinderte Menschen (WfbM). Ziel des Projekts ist es, Menschen aus den WfbMs durch eine anerkannte IT-Ausbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Daher konnte gemeinsam mit der IHK-Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland das allgemein anerkannte Berufsbild zur „Fachpraktiker/in für IT-Systeme“ geschaffen werden. Beim AfB-Standort in Düren begannen bereits 2011 die ersten Auszubildenden den neu initiierten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung, die in den Räumlichkeiten der AfB stattfindet, ermöglicht es jungen Menschen mit einer Behinderung, eine allgemein anerkannte Ausbildung in der IT-Branche zu erlangen, um somit eine Chance am ersten Arbeitsmarkt zu erhalten. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten sie einen unbefristeten Arbeitsplatz bei AfB oder können in ein anderes Unternehmen wechseln. Zudem besteht die Möglichkeit zu einem Azubi-Austausch, bei dem Auszubildende von Partnerfirmen in die AfB-Prozesse hineinschnuppern können. Im Gegenzug können die Auszubildenden aus dem WAB-Projekt das Arbeitsleben in einem großen Konzern kennenlernen.

Der Landschaftsverband Rheinland und die IHK haben maßgeblich dazu beigetragen, das Projekt in einer Form zu realisieren, die es möglich machte, die angebotene Ausbildung auch zu einer allgemein anerkannten beruflichen Qualifikation führt. Zusätzlich wird der AfB von über 400 Unternehmenspartnern unterstützt, z.B. Siemens, RWE, ThyssenKrupp, REWE, Bertelsmann und Telefónica, indem diese ihre nicht mehr benötigten IT-Geräte zur Datenlöschung und Aufbereitung zur Verfügung stellen.

Um Inklusion im beruflichen Alltag zu ermöglichen, sind weitestgehend alle Prozesse im Unternehmen barrierefrei gestaltet. Für ein lebendiges Miteinander im Arbeitsalltag und ein professionelles Arbeitsergebnis, wird auf besondere Anforderungen der einzelnen Kolleg/inn/en individuell eingegangen, wofür auch geschulte Betriebssozialarbeiter/innen zur Verfügung stehen. Übergreifend kann man sagen, dass beim AfB die Stärken der einzelnen Kolleg/inn/en im Vordergrund stehen und sich jeder individuell nach seinen Fertigkeiten und Kenntnissen in den Betriebsablauf einbringen kann. So arbeiten in sämtlichen Bereichen zu je 50% Menschen mit und ohne Behinderung solidarisch zusammen.

Die Ziele des Projekts knüpfen somit insbesondere an Artikel 27 „Arbeit und Beschäftigung“ der UN-Behindertenrechtskonvention an. Zudem trägt das Projekt zur Bewusstseinsbildung für die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung im Sinne von Artikel 8 der UN-BRK bei.

Ansprechpartner/in

AfB gGmbH (Standort Düren)
Monika Braun
Willi-Bleicher-Straße 2
52353 Düren          

Tel: +49 2421 69 371 20
Email: monika.braun@remove-this.afb-group.eu

 

AfB gemeinnützige GmbH (Hauptsitz Ettlingen)
Ferdinand-Porsche-Str. 13
76275 Ettlingen

Telefon +49 7243 20000 0
Fax +49 7243 20000 101
E-Mail info@remove-this.afb-group.eu