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Total Normal - Inklusives Berufsorientierungsprojekt

Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Das Bild zeigt die TeilnehmerInnen, die sich vor dem Projekt nicht kannten, bei der gemeinsamen  Lösung eines Problems. Der Teppich, auf dem sich alle befinden, soll umgedreht werden, ohne dass eine Person den Boden berührt.

„Total Normal“ ist ein Kooperationsprojekt des Jugendamtes der Stadt Wiehl, der LVR Förderschule „Hugo- Kükelhaus“ und der Hauptschule „BESTE“ welches 2015 zum dritten Mal stattfand. Verantwortlich für die Konzeptentwicklung, Projektleitung und Durchführung ist die Leitung des Jugendheims Drabenderhöhe Martina Kalkum.

Die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit (siehe: http://www.jugendheim-drabenderhoehe.de/index.html) bietet seit 19 Jahren alle Angebote auch für Menschen mit Behinderung an und richtet die pädagogisch Arbeit inklusiv aus.

„Total Normal“ ist ein Berufsorientierungsseminar für Jugendliche mit  und ohne Behinderung, bei dem es überwiegend um das Erkennen von Fähigkeiten, Kompetenzen und Stärken der einzelnen Teilnehmer/innen geht.

Dabei kommen Haupt- und Förderschüler/innen der 9.-10. Klasse mit und ohne Behinderung zusammen.

1996 startete Frau Kalkum das „Projekt zur Integration von Menschen mit Behinderung in alle Bereiche der offenen Kinder und Jugendarbeit“. Seit dieser Zeit kommen dienstags und donnerstags Kinder und Jugendliche der Förderschule Hugo-Kükelhaus nach dem Unterricht mit dem Schul- oder Taxi Bus in das Jugendheim, um ihre Freizeit gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen zu verbringen. Ebenfalls seit 1996 leitet Frau Kalkum unterschiedliche Seminare, Projekte und andere Angebote zu verschiedenen Themen. Immer ist ausdrücklich die gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit Behinderung erwünscht. Das Angebot des Jugendheims Drabenderhöhe wird jährlich den Schülern/innen und deren Eltern im Rahmen einer Schulveranstaltung vorgestellt. Die Schüler/innen der Hauptschule „Beste“ und der Förderschule Hugo- Kükelhaus, die an dem, Projekt „Total Normal“ teilnehmen möchten, bewerben sich hierfür.

Der erste Projekttag ist geprägt von gegenseitigem Kennenlernen und verschiedenen Übungen, die die berufliche Orientierung und die Reflektion der eigenen Fähigkeiten fördern (z.B. Berufsfeldtests).

Am zweiten Projekttag steht die Erstellung von Bewerbungsflyern im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler helfen sich dabei gegenseitig und nutzen die am Vortag entstandenen Ergebnisse.

Am dritten Projekttag werden die Flyer in der Gesamtrunde vorgestellt. Anschließend werden in Rollenspielen Bewerbungsgespräche geführt. Nach verschiedenen Vertrauens- und Kooperationsübungen wird für jede/n Teilnehmer/in von der Gruppe eine schriftliche Zusammenfassung der festgestellten Fähigkeiten, Kompetenzen und positiven Charaktereigenschaften angefertigt, die zur Stärkung und Erinnerung mit nach Hause genommen werden dürfen.

Durch das Zusammenarbeiten und sich Kennenlernen werden Berührungsängste  und Vorurteile überwunden und es entstanden einige Freundschaften.

Das Projekt ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Zugänge zu inklusiven Bildungs- und Freizeitangeboten und knüpft damit insbesondere an die Inhalte von Artikel 24 (Bildung) und 30 (Teilhabe am kulturellen Leben sowie an Erholung, Freizeit und Sport) der UN-Behindertenrechtskonvention an.