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Studientag Behinderung und Glaube

Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

inklusiver Gottesdienst mit Gebaerden
© http://www.bistum-muenster.de

Schon seit 30 Jahren gibt es im Bistum Münster jährlich den Studientag "Behinderung und Glaube", der in Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus und dem Caritasverband für die Diözese Münster veranstaltet wird. Der Studientag zielt darauf, Impulse zu einer inklusiven Entwicklung in Pfarreien im Bistum Münster zu geben. Seit Bestehen des Referates Seelsorge für Menschen mit Behinderungen wird dieser Studientag verstärkt dazu genutzt, um auf Bistumsebene Impulse für die Entwicklung eines Leitbildes für die Seelsorge für Menschen mit Behinderung zu setzen. Ferner werden spartenübergreifend Akteure aus den Feldern der Behindertenhilfe und Behindertenseelsorge in diese Diskussion einbezogen, mit dem Ziel, gemeinsames Lernen und die Beteiligung von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu fördern. Inzwischen hat sich die Veranstaltung mehr und mehr zu einer inklusiven Bildungsveranstaltung entwickelt.

 

Oft wirken Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen eher ausschließend oder separierend. Referierende der Erwachsenenbildung sind nicht oder nicht ausreichend auf Bildungsinteressierte mit Behinderungen vorbereitet oder haben zu wenige Kenntnisse über die Belange von Menschen mit Behinderung. Inklusives Lernen muss für Menschen mit und ohne Behinderungen, neben der Vermittlung von Wissen, soziale Kompetenz stärken helfen, Selbstbestimmung fördern und die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderung ermöglichen.

 

Fester Programmbestandteil des Studientages ist eine gemeinsame Eucharistiefeier, die zu Beginn der Tagung einen geistlichen Einstieg in das jeweilige Thema ermöglicht. Die Beiträge der Tagungsreferenten werden in Workshops "geerdet" und vertieft. Gestaltet werden diese von Mitarbeitenden aus den verschieden Bereichen der Behindertenhilfe und -seelsorge im Bistum Münster. Es werden  außerdem auch regelmäßig Themen mit Bezug zur UN-BRK bearbeitet. Die Vorträge der jeweiligen Referenten werden in Leichte Sprache übersetzt, es werden Gebärdensprachdolmetscher/innen, eine FM Anlage und Assistenzangebote bereitgestellt. Zudem werden immer häufiger Menschen mit Behinderungen an der Durchführung der Tagung beteiligt. Die Studientage werden zur Veröffentlichung dokumentiert, in den letzten Jahren wurden die Studientage auch in Leichter Sprache dokumentiert.

 

Es handelt sich um eine offene Veranstaltung, teilnehmen können  alle Interessierten. Die Tagung wird nach den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst weitgehend barrierefrei gestaltet. In die thematische Arbeit waren bereits Behindertenbeauftragte verschiedener Ebenen einbezogen. Zudem haben in den letzten Jahren immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen teilgenommen. Diese haben sich bereits mehrfach auch als Referent/inn/en beteiligt. Seit dem letzten Studientag werden verstärkt Menschen mit Behinderungen auch bei der Gestaltung von Workshops einbezogen.

 

Die Veranstaltung soll Modellcharakter entwickeln und ein Bewusstsein für inklusive Bildungsveranstaltungen schaffen. Durch die zusätzlichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit soll eine breite Zielgruppe erreicht und die Zugänglichkeit erhöht werden.

Damit knüpft das Projekt insbesondere an Artikel 24 der UN-BRK (Bildung) an, der sich auf schulische und außerschulische Bildungsinstitutionen bezieht, und allen Menschen ein lebenslanges Lernen auf der Grundlage der Chancengleichheit zu ermöglichen versucht. Zudem leistet das Projekt einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für die Belange und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen (Artikel 8 der UN-BRK).