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FAIR – STARK – SOZIAL

Kurzdarstellung (in der Analyse) - Mitmach-Bude

Kurzdarstellung der Aktivität

Eingang zur Mitmach-Bude mit der Überschrift: "Hier kann ICH sein"
© http://www.norbertschule.de

FAIR – STARK – SOZIAL: „Hier kann ICH sein!“

Die „Mitmach-Bude“ ist eine zentrale Anlaufstelle für Schüler/innen der St. Norbert-Schule, einer katholischen Grundschule der Stadt Vreden. Sie ist multifunktional und raumübergreifend gestaltet und steht für eine ‚Auszeit‘ aus dem Schullalltag und Alltagsproblemen. Elemente sind beispielsweise eine Boxbirne, ein Tastpfad, Förder- und Fordermaterialien, ein Fußballkleinspielfeld und ein Tischkicker. Das Angebot steht an allen Schultagen als Baustein des Sozialtrainings zur Verfügung. Neben der offenen Handhabung gibt es auch für einzelne Kinder und Gruppen feste Zeiten.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Dieses Motto ziert eine Wand der „Mitmach-Bude“ an. Der Gedanke, dass Kinder nur zur Aufnahme von Wissen in die Schule kommen, ist nicht mehr zeitgemäß. Schließlich bringt jeder junge Mensch eine eigene kleine Biografie, individuelle Stärken und Schwächen sowie eine persönliche Perspektive voller Wünsche und Erwartungen mit in den Lebensraum Schule.

Um Leistungsdruck oder andere Alltagsprobleme/Stressfaktoren zu verringern, bestehen die Ziele der „Mitmach-Bude“ wie bereits angeklungen darin, dass Schüler/innen eine Auszeit nehmen können (z. B. bei Ängsten, Konflikten, Problemen); dass Sicherheit vermittelt sowie insgesamt ein Verständnis für den anderen geschaffen wird. Sie setzt somit an den mannigfaltigen Problemen und Anforderungen von/an Schüler/inne/n an. Das Projekt, welches im Schuljahr 2014/15 startete, dient dazu, auf der emotionalen und sozialen Ebene vorhandene institutionelle und gesellschaftliche Hindernisse abzubauen. Die Wertschätzung steht hier an erster Stelle. Mit dieser und der Vermittlung von Selbstwert sowie Selbstbewusstsein gilt es, ein inklusives Denken und Handeln voranzutreiben und zu stärken.

An der „Mitmach-Bude“ beteiligt sind der Schulträger, lokale Firmen (die Volksbank Gronau-Ahaus, die Saueressig GmbH & Co. KG und die PlanET Biogastechnik GmbH stellten Mittel bereit, um eine große Fülle an Materialien anzuschaffen), Eltern als wesentliche Kommunikationspartner und das pädagogische Personal, als Träger der Umsetzung. Kinder gelten hier als wichtige Partner im vielfältigen Alltag.

Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von den o.g. lokalen Firmen. Von Bedeutung ist zudem das ehrenamtliche Engagement, das als ergänzende Stütze der Umsetzung der „Mitmach-Bude“ angesehen wird.

Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es allen Kindern – unabhängig von einem festgestellten Förderbedarf – vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten und ‚Auszeiten‘ bietet. Es leistet durch die Schaffung gleicher Bildungsrechte für alle und den Abbau von Barrieren insgesamt einen Beitrag zur inklusiven Bildung im Sinne von Artikel 24 der UN-BRK. Zugleich wird hiermit Artikel 9 der UN-BRK (Zugänglichkeit) Rechnung getragen.

Das große und selbstgenannte Ziel ist es, über schöne Zeiten und Wertschätzung feste und stärkende Bindungen aufzubauen, um dadurch die Möglichkeit zu erlangen, die Lebenswege der jungen Menschen als fairer und verlässlicher Partner begleiten zu können. Positive Zuwendung schafft Vertrauen, und Vertrauen schafft Sicherheit. Damit sind im präventiven Sinn auch das Vertrauen und die Sicherheit gemeint, für die jeweils persönliche Zukunft der Kinder gerade und barrierefreie Bahnen zu gewährleisten. Das Schulhaus ist bedingt barrierefrei und dahingehend noch auszubauen. Das sei auch für den Anfang nicht so wichtig. Barrierefreiheit hat viele Erscheinungsformen. Das Wichtigste sei die Barrierefreiheit in den Herzen und Köpfen der Beteiligten. Räumlich betrachtet müssen noch zahlreiche Klassenzimmer einen deutlich stärkeren Multifunktionscharakter erhalten. Separate Räume sind in mittlerer Anzahl vorhanden, jedoch widerspricht eine erhöhte Nutzung dieser dem Inklusionsverständnis der Mitmach-Bude; denn es geht darum Separation zu vermeiden. Materialtechnisch stellt die Vielfalt die „Mitmach-Bude“ aktuell immer wieder vor Herausforderungen, da es keine Patentempfehlungen gibt und vieles individuell am Bedarf der Kinder ausrichtet wird. Gegenwärtig wird zum Beispiel eine neue Schülerbücherei eingerichtet, die den veränderten Anforderungen umfassend gerecht werden soll. Zudem sind zum Schuljahr 2015/2016 unter Federführung der Sonderpädagogen zwei „RiA“-Zentren geschaffen worden (RiA = Raum für individuelles Arbeiten). Diese Räume sind für Lernzeiten vorgesehen und in großer Fülle und Vielfalt mit Materialien zur Individualisierung ausgestattet.

Ansprechpartner/in

St. Norbert-Schule
Katholische Grundschule der Stadt Vreden
Butenwall 78
48691 Vreden

Marcel Ludwig
Tel.: (0 25 64) 3 03-4 01
Fax: (0 25 64) 3 03-4 11

E-Mail: schulleiter@remove-this.norbertschule.de

Lebensbereich

  • Bildung
  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Kommunikation und Interaktion

Bildrechte

Die zur Illustration verwendeten Bilder wurden uns von den jeweiligen Projektverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Dem Projektpartner bleiben alle Urheberrechte vorbehalten.