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AllTagsSchule Dülmen – Leben.Lernen.Können.

Kurzdarstellung (in der Analyse)

Kurzdarstellung der Aktivität

Logo der AllTagsSchule
© http://www.alltagsschule.de/

Selbstständiges Leben und Wohnen ist für Menschen mit Behinderung erschwert. Es fehlt an Bildungsmöglichkeiten, die die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung fördern oder ihnen lebenspraktische Kenntnisse und Fähigkeiten für alltagsrelevante Dinge vermitteln. Insbesondere auf dem Sektor der Erwachsenenbildung mangelt es an inklusiven Angeboten. Die AllTagsSchule Dülmen bietet Weiterbildungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung vom Jugendalter bis ins hohe Erwachsenenalter. In der Region um die Stadt Dülmen gibt es bisher kaum Projekte zur Inklusion. Das Projekt AllTagsSchule Dülmen ist eine Kooperation von vier Trägern aus dem Bereich der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe und Familien- und Erwachsenenbildung. Hauptträger ist das Anna-Katharinenstift Karthaus. Die Einrichtung bietet Menschen mit Behinderung unter anderem einen Arbeitsplatz, einen Wohnort oder Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung an. Ebenfalls im Bereich der Behindertenhilfe aktiv ist der Kooperationspartner Benediktushof Maria Veen. Die KIWO Jugendhilfe unterhält Orte zum Leben und Entfalten für Kinder und Jugendliche. Als vierter Kooperationspartner ist die Familienbildungsstätte Dülmen als anerkannte Einrichtung der Weiterbildung zu nennen. Gemeinsam wollen alle Kooperationspartner im Rahmen des Projektes Angebote für lebenslanges, gemeinsames Lernen im Sinne der Inklusion fördern.

Seit den ersten Vorüberlegungen im Jahre 2012 sind die vier aufgezählten Akteure an der Realisierung dieses Inklusionsvorhabens beteiligt gewesen. Durch die regionale Nähe der Einrichtungen und dem hohen Bedarf an inklusiver Erwachsenenbildung konnte im Jahr 2014 ein Antrag auf Förderung bei der Aktion Mensch gestellt werden. Nach der Bewilligung der Projektförderung im November 2014 ist das Projekt AllTagsSchule Dülmen mit einer neu geschaffenen Koordinationsstelle gestartet. Der Projektzeitraum erstreckt sich über drei Jahre (November 2014 - Oktober 2017). 

Ziel des Projektes ist die Förderung von Teilhabe aller Menschen an lebenslanger Bildung. Die Bürger/innen in der Region um Dülmen können sich zu den Kursen der AllTagsSchule anmelden. Zur Verfügung stehen barrierefreie Kursorte, Ausschreibungstexte in Leichter Sprache und kostenlose Fahrdienste, sodass möglichst viele Menschen an den Bildungsangeboten teilnehmen können. Das Bildungsprogramm ist nutzerorientiert. Es richtet sich an Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung, um diese bei der Vorbereitung auf ein individuelles, selbständiges Leben und Wohnen zu unterstützen. Die Themen sind daher an Dinge des alltäglichen Lebens und die Wünsche der Kursteilnehmer/innen angelehnt, beispielsweise neue Medien wie Facebook und Smartphones, Kochen und Wohnen oder Handwerkerkurse. Zudem können Menschen mit und ohne Behinderung Kursassistentinnen/en werden und sich über die Teilnehmerrolle hinaus aktiv an Gestaltungsprozessen beteiligen. Im Rahmen des Projekts werden außerdem Kursleiter/innen fortgebildet, die über die Projektzeit hinaus der regionalen Weiterbildungslandschaft zur Verfügung stehen.

Die vier Projektpartner der AllTagsSchule lassen sich alle in den ländlich geprägten Kreisen Coesfeld und Borken verorten. Hieraus entsteht eine gewinnbringende interdisziplinäre Mischung. Die Fachkräfte der jeweiligen Einrichtungen lernen von- und miteinander den gemeinsamen Prozess der Inklusion zu steuern. Alle vier Einrichtungen hinterfragen ihre alten und neuen Strukturen entlang inklusiver Grundsätze. So werden bauliche und gedankliche Barrieren reduziert.

Die AllTagsSchule Dülmen kommt damit dem Artikel 24 nach, indem das Recht auf Bildung und lebenslangem Lernen realisiert wird.

Ansprechpartner/in

AllTagsSchule Dülmen
Theresia Frins (Projektleitung)
Lüdinghauser Str. 9
48249 Dülmen  

Mail: info@alltagsschule.de
Tel.: 02594 – 7890425